Träger- und Förderverein ehemalige Synagoge Wetter e.V.

Montag, den 29. Mai 2017, 19.00 Uhr - Vergabe des LEVI-HESS-PREIS 2017

Der Trägerverein vergibt seit ein paar Jahren den mit 300,00 EUR dotierten „Levi-Hess-Preis“ an Jugendliche, die in besonderer Weise soziales Engagement und Zivilcourage gezeigt haben. Der Preis ist benannt nach dem ehemaligen Wetteraner jüdischen Glaubens, der sein Privatgrundstück zum Bau der Synagoge in der Altstadt von Wetter stiftete.

Auch in diesem Jahr gab es erfreulicher Weise wieder eine ganze Reihe von geeigneten Vorschlägen aus den Reihen der Schülerinnen und Schüler der Wollenbergschule, so dass nach einem intensiven Vorschlags- und Vergabeverfahren der Preis an zwei Gruppen vergeben werden konnte, die sich je auf ihre Weise mit dem Thema Teilhabe und Inklusion beschäftigt hatten.

Der erste Preisträger ist das „Freiwillige Schulhofteam des H-Gebäudes“, bestehend aus Nils Drusel, Stefanie Kneip, Sascha Koch und Rene Ruwedel. Diese Schüler haben es sich zur Aufgabe gemacht, den Schulhof vor dem H-Gebäudes, in dem der Sonderschulzweig der WSW untergebracht ist, in jeder Pause von Unrat und Abfall zu befreien, um sich und ihren Lernort auch für die Schüler des Hauptgebäudes attraktiv zu halten. Dieser kontinuierliche, freiwillige Einsatz  wurde zwar von den Mischülern anfänglich belächelt, ist aber für das Team inzwischen schon zu einem selbstverständlichen Einsatz für die Schulgemeindschaft geworden, der die Anerkennung durch den Preis sehr verdient hat.

Auf andere, aber ebenso intensive Weise hat sich der zweite Preisträger, die Gruppe „Darstellendes Spiel“ unter Anleitung ihrer Lehrerin, Frau Eller-Lührs, mit dem Thema Beeinträchtigunngen und Umgang mit Menschen mit Beeinträchtigungen auseinandergesetzt. Dieser Gruppe gehören an: Tamina Grünweller, Wiebke Hüttl, Clara Henseling, Anna Würzler, Stefanie Diel, Vanessa Geisel, Sina Heiner, Janina Jeude, Luisa Schanze und Chiara Otto. In ihrer Freizeit haben sie sich regelmäßig getroffen und nach ausführlicher Recherche über körperliche und geistige Beeinträchtigungen ein Theaterstück entwickelt, in dem der oft gut gemeinte, aber dennoch häufig ausgrenzende Umgang „normaler“ Menschen im alltäglichen Zusammentreffen mit Menschen mit Behinderung thematisiert wird.

In einer feierlichen Zeremonie wird am Montag, den 29. Mai 2017, 19 Uhr, der Preis an die beiden Gruppen überreicht. Die Schulband der WSW sorgt für die musikalische Umrahmung. Der Trägerverein lädt alle Interessierten herzlich zur Vergabe ein. Für Erfrischungen ist gesorgt.

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